Sanitätstruppen – shipping starting in mid-May 2026
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Textband, 622 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Format 26 x 18,5 cm
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Das Sanitätswesen bildete in Friedenszeiten keine geschlossene Formation, sondern eine über alle Behörden und Formationen verstreute Einrichtung, die organisatorisch zum Train gehörte. Das relativ geringe, zu einem Sanitätskorps vereinte Personal war neben der Verwendung in Ämtern und Garnisonlazaretten auf alle Regimenter und Bataillone des Heeres verteilt. Erst bei Kriegsausbruch wurden darüber hinaus eigene Formationen aufgestellt: Jedes Korps erhielt drei Sanitäts-Kompanien und zwölf Feldlazarette zur Bergung und ersten Versorgung der Verwundeten. 1917 trat eine Organisationsänderung ein, sodass nun jede Division über eine Sanitäts-Kompanie und zwei Feldlazarette verfügte, während die übrigen Einheiten zu den Armeetruppen übertraten. Angesichts des unerwartet großen Ansturms von Verletzten musste die Anzahl der Kompanien insgesamt verdreifacht und die der Feldlazarette verdoppelt werden.
Zur Entlastung des Operationsgebietes von Verwundeten wurden im Etappengebiet der Armeen umfangreiche Lazarett- und Transporteinrichtungen geschaffen. Über 70 Kriegslazarett-Abteilungen betrieben ein Geflecht von Kriegslazaretten, sodass Verwundete und Kranke noch im Kriegsgebiet gesund gepflegt werden konnten. Schwerverletzte verbrachte man dagegen in die Heimat, wo sie in militärischen Reservelazaretten und von der Freiwilligen Krankenpflege betriebenen Vereinslazaretten Aufnahme fanden. Für diese Transporte wurden insgesamt 60 Lazarett- und über 130 Krankenzüge sowie 90 Vereinslazarettzüge bereitgestellt.
Für die Kriegführung besaß die Versorgung und Wiederherstellung der Verwundeten eine enorme Bedeutung. Dementsprechend wuchs das Sanitätswesen im Verlauf des Krieges zu einer beachtlichen Organisation heran, die insgesamt rund 25.000 Ärzte und 93.000 Sanitätsmannschaften umfasste.





